Zombies! Demo!

Verdammt, die Munition ist alle, nur noch meine treuen Pistolen sind einsatzbereit. Vor mir: Zombies. Neben mir: Zombies. Hinter mir: Mein Team. Und Zombies, natürlich. Wir sind eingekreist, einer meiner Mitspieler liegt schon auf dem Boden, heldenhaft rette ich ihn, indem ich den Untoten über ihm mit einem Kopfschuss niederstrecke. Zeit zum Luftholen bleibt kaum, ein anderer Mitspieler schreit mich an: Wir müssen weiter, den Schutzraum erreichen, den einzig sicheren Ort.
Es ist soweit: Left 4 Dead ist endlich Gold, und seit kurzem ist auch die Demo über Steam erhältlich. Nachdem ich jetzt einige tausend Zombies über den Haufen geschossen habe, wage ich eine Vermutung anzustellen: L4D wird ein Knaller!
Wer denkt, die oben beschriebende Szene könnte aus einem x-beliebigem Horror-Film stammen…nun, der liegt richtig. In Left 4 Dead ist aber mittendrin statt nur dabei angesagt. Man läuft als einer von vier überzeichnete Horrorfilm-Stereotypen durch eine Art Levelschlauch und erwehrt sich dabei den heranrückenden Zombiemassen. Das kann man durchaus alleine tun. Sollte man aber nicht. Denn erst mit menschlichen Mitspielern kommt richtig Stimmung auf: Wer ist wofür verantwortlich, wer spielt Späher, wer Scharfschütze?
Und noch besser: Wer spielt die Zombies? Denn vier besonders fiese Monster können ebenfalls von Spielern gelenkt werden. Klingt wie Cowboy und Indianer für Erwachsende? Ganz genau!
Seit kurzem ist also die Demo des Games draußen – und Left 4 Dead ist meiner Meinung nach ein echter Multiplayer-Knaller. Dabei mag ich eigentlich gar keine Shooter. L4D schafft es aber, eine ganz eigene, beklemmende Atmosphäre aufzubauen, und vor allem: Alleine ist man verloren. Ohne sein Team läuft gegen die übermächtigen Zombies einfach gar nichts. Also heißt es: Immer schön zusammenbleiben, spähen, nachrücken. Mit der Lampe in dunkle Ecken leuchten und seine Mitspieler warnen. Bei den zur Zeit noch bunt zusammengewürfelten Teamkameraden in der Demo lässt sich natürlich noch nicht immer echte Taktik ausmachen. Das wird sich aber wohl spätestens mit der Vollversion ändern.
Dennoch hatte ich bereits einige coole Erlebnisse im Spiel – etwa, wenn jemand ausversehen eine Autoalarmanlage anschießt, was eine Unmenge an Zombies auf den Plan ruft. Im heillosen Durcheinander schieße ich wie wild um mich, werde aber trotzdem niedergestreckt. Aus meiner unfreiweiligen liegenden Position heraus kann ich zwar noch ein paar Zombies beseitigen, es werden aber trotzdem immer mehr. Ein Mitspieler schafft es aber, sich durch die Massen zu schießen und mir aufzuhelfen – kurz darauf rette ich ihn, als er in argen Problemen steckt. Nochmal fünf Minuten später sind wird trotzdem tot, getroffen von einer eigenen Granate. Mist.
Ich stelle mir das am Ende also so vor: Überlebenden-Clans, Zombie-Clans, alle im Teamspeak. Perfektes vorgehen, ähnlich wie bei Counterstrike, aber mit einer ganz anderen Atmosphäre. Denn dann könnte Left 4 Dead mein neues Multiplayer-Game werden. Es schafft schon in der Demo das beklemmende Gefühl, dass nur gewinnt, wer zusammenbleibt. Die Mannen von Turtle Rock (Counterstrike Source) haben nachdem, was bisher zu sehen war, ein tolles Survival-Horror-Weglauf-Spiel entwickelt.
Hoffentlich hält die Vollversion denn auch, was die Demo verspricht.








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