Neue Ideen braucht das Land!

Vor kurzem berichteten wir über eine Studie, nach der von 14% von 2000 befragten Spielern, die kein MMO spielen, nur 2% bereit wären, dafür zu bezahlen. Auch wenn wir die Studie kritisch betrachten, ist diese Zahl doch symptomatisch für eine ganze Reihe von Problemen, mit denen die eigentlich blühende Sparte von Online-Games zu kämpfen hat. Dazu kommen Spieler, die von einem MMO zu nächsten ziehen, MMO-Nomaden sozusagen, und natürlich die klaffende Schlucht zwischen Hardcore- und Casual-Gamern. Dass sich diese immer weiter öffnet, sieht man an den großen Diskussionen zwischen Nintendo und der Zockergemeinde, die sich über mangelnde Core-Games beklagt. Diese reichte inzwischen sogar soweit, dass sich Nintendo genötigt sah, sich bei den Fans zu entschuldigen. Was aber kann man tun, um nicht nur die Lücke zu schließen, sondern gleichzeitig zugleich Casual- und Core-Gamer anzusprechen?

Die Firma Moondo versucht dies mit einem interessanten Ansatz. Die entwickelten Multiplayer-Spiele sind durchweg simple gehalten und einfach zu spielen – typisch casual eben. Neu ist aber, dass alle paar Wochen ein neues Spiel hinzukommen soll, und sich die einmal erhaltenen Belohnungen quasi “weitervererben”. So soll beispielsweise ein in einem Rennspiel erworbener Helm sich später in einem Shooter wiederfinden. So sollen die Spieler einen Anreiz haben, immer wieder neue Moondo-Spiele auszuprobieren, gleichzeig müssen sie aber nicht zwangsläufig viel Zeit investieren, um Spaß zu haben.

Innovativ ist das Konzept allemal – ob es sich in der Praxis bewähren wird, muss sich allerdings noch zeigen. Denn was in der Theorie so gut klingt, krankt gleich an mehreren Fronten. Zum einen: Nicht nur das Layout der Website, sondern auch die Grafik der Spiele selbst ist sehr, sehr bunt und mutet kindlich an. Ob sich auch erwachsene Spieler damit anfreunden können, erscheint doch eher unwahrscheinlich. Zum zweiten steht vor dem Spielgenuss erstmal der Download eines Clienten. Die für das Internet so typische “Mail-to-Mail”-Verbreitung ist damit lahmgelegt. Browser basierte Versionen sind zwar schon in Planung, müssen aber noch realisiert werden. Als letztes sei gesagt, dass es momentan noch zu wenige Spiele gibt, um wirklich abwechslungsreich zu sein. Aber auch hier gilt: Abwarten, was der Entwickler mit der Zeit nachlegen kann.

Insgesamt ist die Idee von Moondo aber erfolgsversprechend, und vor allem endlich mal wieder etwas Neues. Die Verknüpfung verschiedener Spiele bei gleichzeitigem Behalten der sauer verdienten Items ist definitiv ein gutes Konzept. Jetzt muss Moondo nur noch zeigen, dass sie aus einer guten Idee auch ein gutes Produkt machen können. [via VirtualWorldsForum]

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